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Basics ist das Festival für aktuelle Kunstprojekte und theoretische
Reflexionen, das sich mit der Schnittmenge neuer künstlerischer,
medientechnologischer und gesellschaftlicher Perspektiven
auseinandersetzt. Das vorrangige Leitmotiv der VeranstalterInnen ist
nicht die technische Innovation. Uns interessiert nicht "Was kann
es?", sondern "Was bedeutet es". Basics versteht sich
als Forum für Kunst, Technologie und Gesellschaft, das eine kritische
Diskussion mit den Neuen Selbstverständlichkeiten anregen soll; Unsere
Aufmerksamkeit gilt der intensiven Wechselwirkung diskursiver und
künstlerischer Arbeiten, ein Symposion ist daher integraler Bestandteil
des Festivals.
Basics Festival 2006 Vom Suchen und Finden...
Das Angebot bestimmt den Mangel und das Angebot scheint
unerschöpflich. Suchmaschinen geleiten die Nachfrage auf dem
Informationsmarkt sicher zum Ziel, führen zum benötigten Stück Wissen,
zur gewünschten Ware und zum ersehnten Kontakt. Scheinbar nur ein
Mausklick trennt vom offensichtlich Fehlenden.
Die Internetcommunity surft durch den Katalog der Möglichkeiten.
Alles ist greifbar nahe, jede und jeder erreichbar. Die Bedürfnisse
wachsen in dem Maße, in welchem ihre Befriedigung möglich scheint.
Datingsysteme (netcommunities, single-chats, friendscouts, etc.)
verzeichnen täglich tausende von Neuzugängen.
Das eigentliche Prinzip des Kennenlernens (Sehen - Sprechen -
Schreiben) wird hierbei umgekehrt (Schreiben - Sprechen - Sehen). Das
bietet viel Raum für Spekulation und Wunschvorstellungen, in welchem
sich neue Identitäten entwickeln oder unentdeckte aufbrechen können.
Identitäten werden zu persönlichen Visitenkarten, ausgerichtet auf
Zielgruppe und Erfolg. Eigenmarketing ist die Devise.
Sind lediglich Marktmechanismen am Werk? Wie entwickeln sich die
Verhältnisse von Mensch und Ware unter diesen Bedingungen? Kann sich
Suche verselbstständigen? Welche Rolle spielt hierbei die scheinbare
Anonymität, welche die Konzeption von Datingsystemen (Rentabilität,
Image, Vermittlungssystematik)? Ist der Höhepunkt des Internetdatings
bereits erreicht?
Vom 1. bis zum 25. März werden subnet, galerie5020 und die ARGEkultur
Salzburg im Rahmen des Festivals mittels Installationen, Ausstellungen,
schauspielerischer Intervention, Medienperformances, lectures, Partys
und einer Netz-Sucht(t)-Kampagne (Datingplattform) sich mit den
kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen dieser Thematik
aueinandersetzen.
In einem dreitägigen Symposion der Fachhochschule
Salzburg (Studiengang MultiMediaArt) wird das diesjährige Festival dann
seinen Abschluss finden.
gefördert von:
und "Innovative Sonderprojekte mit Neuen Medien" des Landes Salzburg
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