TEILNEHMER/INNEN
Peter Haas

Katja Huber

Andrea Knobloch

Laurie Long

Manuela Mitterhuber

Didi Neidhart

Tanja Ostojic

Projectorettes

The Klub

Tomoka Sawada

Henning Schorn

Nina Stuhldreher

Klaus Taschler

AUSSTELLUNG

Peter Haas

wenn ... wer ... wem ... applaudiert (sich selbst)


Eine "Verabredungsform" habe ich versprochen – dabei selbst damit geliebäugelt endlich einmal eine Plastik im materielleren Sinne abzuliefern. Wieder ist es ein Bastard aus versteckten Andeutungen, mehrdeutigen Aufforderungen, Inszenierungsansätzen und unvollständigen, schwer verständlichen Zitaten geworden.

Von Zusammenarbeit unter KünstlerInnen und der Anbahnung der entsprechenden Kontakte bin ich ausgegangen. Meine Beziehung (Bewunderung, Anbiederung, Herausforderung, Spannung) zu anderen KünstlerInnen wollte ich untersuchen und darstellen. Die Beziehung zum Publikum oder meine eigene Erfahrung als Teil eines Publikums ist mir dabei in die Quere gekommen. Die Behauptung, dass in diesem, das Werk erzeugenden Moment der Rezeption schon Zusammenarbeit stattfindet hat mich aufgehalten. Dieser Moment des offiziellen Erscheinens von Publikum, wenn es vorgesehen ist zu applaudieren. Distanzierend und involvierend zugleich erfüllt Applaus eine Vielzahl von Funktionen. Klatschen kann schon alles sein.

In der Übergabe der Verantwortung, in der Anstiftung zum Selbstversuch schaffe ich mir wieder ein Schlupfloch. Das Versteck wird für das Spiel als funktionelle Notwendigkeit aufgebaut, zeigt sich aber auch als Verkörperung der zentralen Problematik: sich zeigen/sich verstecken. Heimlichkeiten in aller Öffentlichkeit.

Wesentlicher Teil meiner Arbeit ist die Arbeit anderer ... Namen werden nicht genannt
Ich füge hier noch einen wichtigen Teil an, der eindringlich Dank sagen soll an alle KünstlerInnen, die mir ständig durch den Kopf gehen und in irgendeiner Weise in meiner Arbeit zitiert werden – weil ich auch dieses Zitieren als (einseitige) Form der Zusammenarbeit sehe und die oft ungefragt Beteiligten einen großen Teil der Arbeit geleistet haben. Sie hier beim Namen zu nennen ist aus verschiedenen Gründen unmöglich, wäre etwas zwischen simplem „name dropping“, „stalking“ oder Verrat. Dass ich auch dem Publikum danke, es von den KünstlerInnen hier nicht unterscheiden mag, versteht sich von selbst. Auch hier werden Namen wichtiger Einzelner verschwiegen.

Die Namen von Leitung und Team der Galerie 5020 sind allen bekannt – Ihnen kann ich nicht genug danken. Sie haben alles getan. Ich darf wenigstens applaudieren!

Peter Haas, lebt und arbeitet in Salzburg als bildender Künstler und als Kunsterzieher

ORT

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