DATING.21
Verabreden – Verbinden – Begegnen – Zusammenkommen im 21. Jahrhundert
Wie kommen in der Gegenwart Menschen – Begehrende, Einsame, Geschäftemachende, Politischdenkende, Arbeitssuchende – zusammen, wie verabreden sie sich, wie gelingt ein Date? Immer mehr Menschen verfolgen heute bestimmte Strategien des medien-technisch geleiteten Suchens, Findens, Adressierens und auch des Sich-Selbst-Veröffentlichens um andere Menschen zu treffen. Vor allem das Internet übernimmt die Aufgabe eines Welt umspannenden Beziehungsraums, der über unterschiedliche Techniken gegenseitige Wahrnehmung und Begegnung ermöglicht. Adressen sind zunächst nicht bekannt, Informationen ersetzen den Erstkontakt. Dann jedoch sind es gerade die Körper, nicht die Informationen, die aufeinander treffen wollen.
Die an eine breite Öffentlichkeit gerichtete Tagung will der medial
gelenkten Verabredung unserer Zeit nachspüren, ihre kulturhistorischen
Ursprünge offen legen, „Medium“ und „Verbindung“ aus der Sicht einer
politischen Medientheorie befragen, die übers Internet geführte Trieb-,
Affekt- und Liebesorganisation, damit die geschlechtlich codierten
„Körperkonstruktionen“ untersuchen, weiters die Bezüge von einem
arbeitsmarktorientierten Eigenschaften-Diskurs zu einem
liebesorientierten Eigenschaften-Diskurs aufzeigen. Zugleich soll die
Relevanz der Dating-Plattformen vor dem Hintergrund der Netzentwicklung
(Web 2.0) und der Frage nach den Besitzverhältnissen diskutiert, sowie
die Ästhetik, Gestaltung und Usability der Plattformen einer genauen
Betrachtung unterzogen werden.
Der Eröffnungsvortrag findet, am 23. März in der ARGEkultur statt!
Das Symposion 24. März - 25. März in der FH MMA!
Marc Ries
|